
Awayu
Hamburg & Bolivien
Bolivien, im Herzen Südamerikas, verfügt über eine reichhaltige Kultur, die sich in farbenfrohen Trachten, vielgestaltigen Tänzen, mitreißender Musik und auch dem zum Weltkulturerbe zählen Karneval ausdrückt. Die Mitglieder der Hamburger Gruppe Awayu vereint nicht nur eine persönliche Bindung zu Bolivien, sondern auch die Leidenschaft für bolivianische Folklore. Der Gruppenname geht auf ein traditionelles mehrfarbiges Wollgewebe zurück, das als Tasche oder auch Bekleidung gebräuchlich ist. Auf der diesjährigen STAMP-Parade wird Awayu zusammen mit vielen anderen bolivianischen Tanzgruppen aus Deutschland und Europa in einem bolivianischen Block auftreten.
2011 präsentieren Awayu & Friends den Tanz Caporales: Caporales ist ein lebendiger und eleganter Tanz, der sich besonderer Beliebtheit bei der Jugend Boliviens erfreut. Er enstand erst in den 70er Jahren des letzten Jahrhnderts in Laz Paz, hat aber seinen Ursprung in der Zeit der schwarzafrikanischen Sklaven, die im 16. Jh. in den Silberminen Südboliviens schufteten. Mit seinen stilisierten Elementen repräsentiert der Caporales die Situation der schwarzen Sklaven in der Kolonialzeit. Der männliche Tänzer symbolisiert dabei mit seinen schellenbesetzten Stiefeln, dem Sombrero und der Peitsche den aus ihren eigenen Reihen stammenden Aufseher der Sklaven, den "Caporal". Eine ebenso wichtige Figur ist die "Cholita", die Tänzerin, die die weibliche Sklavin oder Haushaltshilfe darstellt und deren Tanzstil durch Koketterie geprägt ist. Mit dem "Achachi" wird der Grundbesitzer und Sklavenhalter parodiert. Ein Teil der Neofolklore sind auch die Machotas, Tänzerinnen, die in Männerkleidung auftreten.




